Girorechner – Girokonto nachrechnen
Der Girorechner bildet ein Girokonto, Sparkonto oder Tagesgeldkonto mit Zahlungsein- und -ausgängen taggenau nach und ermittelt Guthaben- und Überziehungszinsen.
Der Girorechner erfasst taggenau sämtliche Kontobewegungen auf einem Konto innerhalb des gewählten Zeitraums und errechnet daraus die Zinsen entsprechend den angegebenen Zinssätzen.
Hierbei werden sowohl Habenzinsen für Guthaben wie auch Sollzinsen bei Kontoüberziehungen unterstützt.
Bei der Kontoüberziehung wird zwischen einer Überziehung bis zum Dispolimit und einer geduldeten darüber hinausgehenden Überziehung unterschieden, wobei unterschiedliche Zinssätze angewandt werden können.
In der unteren Zins-Zusammenfassung werden die Summen für Guthabenzinsen, Dispozinsen und darüber hinausgehende sonstige Überziehungszinsen separat mit der jeweiligen Anzahl betreffender Zinstage aufgeführt. Tage für sonstige Überziehung zählen auch bei den Tagen für Dispozinsen mit.
Außerdem wird der im eingestellten Zeitraum durchschnittliche zinsrelevante Kontostand berechnet. Entsprechend der Einstellung zur Zinsrelevanz einer Kontobewegung gilt als Berechnungsgrundlage für Zinsen und Durchschnittskontostand der neue Kontostand ab dem jeweiligen Datum der Kontobewegung oder erst ab dem Folgetag.
Der Girorechner bildet jedoch nicht nur ein Girokonto nach, sondern kann ebenso für ein Tagesgeldkonto oder ein Sparkonto verwendet werden.
Für die Zinsberechnung stehen dabei unterschiedliche Zinsmethoden wahlweise zur Verfügung: Deutsche Zinsmethode 30E/360, Eurozinsmethode act/360, Englische Zinsmethode act/365 und die taggenaue Zinsmethode act/act.
Die zeitliche Reihenfolge der einzelnen Positionen spielt bei der Eingabe zunächst keine Rolle. Mit der Sortierfunktion können Sie die Einträge jederzeit nach aufsteigenden Datum sortieren. Mit Klick auf den Berechnen-Knopf erfolgt eine vorherige Sortierung automatisch.
Nicht benötigte Eingabefelder können einfach freigelassen werden.
Häufige Fragen zum Girorechner
Berücksichtigt der Rechner unterschiedliche Zinssätze für Guthaben, Dispokredit und geduldete Überziehung?
Ja, der Girorechner kann exakt zwischen diesen drei Zinsstufen unterscheiden:
- Guthabenzins: Verzinst Guthaben in Phasen, in denen das Konto im Plus steht (was vor allem früher bei einigen Girokonten angeboten wurde).
- Dispozins: Greift für Überziehungen innerhalb des von der Bank vereinbarten Kreditrahmens (z.B. bis 2.000 Euro).
- Überziehungszins: Wird auf Beträge angewendet, die über den eingeräumten Disporahmen hinausgehen (geduldete Überziehung), worauf Banken meist einen noch höheren Zinssatz verlangen.
Der Rechner teilt den Inanspruchnahmebetrag automatisch auf die jeweiligen Freibeträge und Limits auf und berechnet die Zinsen für jeden Bereich tagesgenau.
Welche Zeiträume (Monat, Quartal, Jahr) lassen sich im Girorechner erfassen?
Der Rechner bietet maximale Flexibilität bei der Wahl des Betrachtungszeitraums. Sie können wahlweise einen einzelnen Kalendermonat, ein bestimmtes Quartal, ein Halbjahr oder ein vollständiges Kalenderjahr erfassen. Dadurch lässt sich die Berechnung exakt an die Abrechnungsintervalle Ihrer Bank (z.B. quartalsweise Rechnungsabschlüsse) oder an Ihre persönliche Finanzplanung anpassen.
Wie werden Kontoführungsgebühren, Buchungspostengebühren oder Steuern berücksichtigt?
Der Rechner berücksichtigt exakt die Zahlungspositionen, die Sie explizit eingeben. Ob fixe Kontoführungsgebühren, Entgelte für einzelne Buchungsposten (z.B. Überweisungen) oder anfallende Steuern: Sämtliche Nebenkosten und Abzüge fließen nur dann in die Berechnung ein, wenn Sie diese als eigene Positionen im Rechner anlegen. So behalten Sie die volle Kontrolle darüber, welche individuellen Kosten- und Ertragsfaktoren in das Ergebnis eingehen.
Welche Zinsmethode (Zinsusance) wird für die Zinsberechnung verwendet?
Da Banken bei Girokonten unterschiedliche Berechnungsstandards nutzen, können Sie die Zinsmethode im Rechner individuell festlegen. Oftmals rechnen Banken die Zinstage beim Girokonto kalendergenau ab, teilen diese aber durch ein Basisjahr von 360 Tagen (act/360, Eurozinsmethode) oder 365 Tagen (act/365, englische Zinsmethode). Damit das Ergebnis auf den Cent genau mit dem Rechnungsabschluss Ihrer Bank übereinstimmt, erlaubt der Rechner die freie Wahl der Zinsmethode (z.B. auch die kaufmännische Methode 30E/360). Ein Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis Ihrer Bank zeigt, welche Methode für Ihr Konto angewendet wird.
Ab welchem Datum ist eine Kontobewegung zinsrelevant (Buchungsdatum vs. Wertstellungsdatum)?
Für die Zinsberechnung ist nicht das Buchungsdatum (der Tag, an dem die Bank eine Transaktion technisch im System erfasst) maßgeblich, sondern das Wertstellungsdatum (Valuta). Die Valuta bestimmt den exakten Zeitpunkt, ab dem ein Betrag zinswirksam wird – also ab wann Guthaben verzinst wird oder Sollzinsen für eine Überziehung anfallen. Der Rechner berücksichtigt diese Zinsrelevanz präzise und unterscheidet, ob die Verzinsung ab dem jeweilis eingetragenen Datum oder ab dem folgendem Tag greift.


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