Dispo-Rechner – Dispozinsen für Dispokredit berechnen
Der Dispo-Rechner berechnet für einen Dispokredit die anfallenden Dispozinsen und ggf. weitere Überziehungszinsen.
Der Dispo-Rechner dient der Berechnung von Überziehungszinsen bei einem Dispositionskredit – umgangssprachlich kurz Dispokredit oder auch nur Dispo genannt. Grundlage der Berechnung ist dazu der Überziehungsbetrag, um den das Konto überzogen wird, sowie die Dauer der Überziehung und der Zinssatz für die Dispozinsen.
Bei der Kontoüberziehung wird zwischen einer Überziehung bis zum Dispolimit, also dem vom kontoführenden Bankinstitut als Dispokredit eingeräumten Verfügungsrahmen, und einer darüber hinausgehenden, geduldeten Überziehung unterschieden, wobei unterschiedliche Zinssätze angegeben und angewandt werden können.
Liegt der Überziehungsbetrag höher als der eingeräumte Dispokredit, so fallen für den Anteil bis zu dieser Kreditlinie Sollzinsen gemäß des Dispozinssatzes an, während für den darüber hinausgehenden Anteil der Kontoüberziehung der Zinssatz für sonstige, geduldete Überziehung angewandt wird.
Der Dispo-Rechner erlaubt wahlweise die direkte Angabe der Zinstage für den Zeitraum der Kontoüberziehung oder die taggenaue Angabe eines Datumsbereichs. Für die Zinsberechnung stehen dabei unterschiedliche Zinsmethoden zur Verfügung: Deutsche Zinsmethode 30E/360, Eurozinsmethode act/360, Englische Zinsmethode act/365 und die taggenaue Zinsmethode act/act.
Häufige Fragen zum Dispo-Rechner
Was genau berechnet der Dispo-Rechner?
Der Dispo-Rechner ermittelt die exakten Zinskosten für die Überziehung Ihres Girokontos. Er kalkuliert sowohl die Zinsen für den regulären Dispokredit (innerhalb der vereinbarten Kreditlinie) als auch für eine eventuelle geduldete Überziehung, falls Ihr Kontostand das vereinbarte Limit überschreitet.
Was ist der Unterschied zwischen Dispozins und Überziehungszins?
Der Dispozinssatz gilt für den Betrag, den Sie im Rahmen der mit der Bank vereinbarten Kreditlinie nutzen. Übersteigen Ihre Ausgaben dieses vereinbarte Limit, sprechen Banken von einer geduldeten Überziehung. Für diesen Betrag oberhalb der Kreditlinie berechnen Banken in der Regel einen nochmals deutlich höheren Überziehungszinssatz.
Wie werden die Zinstage im Rechner erfasst?
Sie können die Dauer der Kontoüberziehung wahlweise direkt als Anzahl der Zinstage angeben oder bequem ein Anfangs- und Enddatum festlegen. Der Rechner ermittelt daraus die genaue Tagesanzahl. Zudem können Sie verschiedene Zinsmethoden (z.B. Deutsche Zinsmethode 30/360 oder act/365) wählen, um das Ergebnis exakt an Ihre Bank anzupassen.
Wann bucht die Bank die Dispozinsen ab?
Obwohl Dispozinsen von der Bank täglich auf den aktuellen negativen Kontostand berechnet werden, erfolgt die tatsächliche Abbuchung vom Girokonto meist erst am Ende eines Quartals (quartalsweise Abrechnung). Der Rechner zeigt Ihnen vorab, welche Zinslast zu diesen Stichtagen auf Sie zukommt.
Wann lohnt es sich, den Dispo umzuschulden?
Da die Dispozinsen bei vielen Banken vergleichsweise hoch sind, lohnt sich eine Umschuldung auf einen normalen Ratenkredit meist schon dann, wenn Sie Ihr Konto länger als zwei bis drei Monate im Minus halten. Ratenkredite bieten deutlich niedrigere Zinssätze und feste monatliche Tilgungsraten, was den Weg aus den Schulden planbar macht.


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