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Der Sparrechner ermittelt für Banksparpläne wahlweise Endkapital, Sparrate, Dynamik, Zinssatz, Laufzeit oder Anfangskapital bei wählbaren Intervallen für Einzahlung und Zinsgutschrift. Der Rechner legt eine unterjährig lineare Verzinsung zu Grunde.
Der Sparrechner ist ein Zinseszinsrechner für Guthabenzinsen
mit sehr vielfältigen Berechnungsmöglichkeiten.
Anhand der Eingabedaten ermittelt der Sparrechner wahlweise
das benötigte Anfangskapital, die regelmäßige Sparrate,
die jährliche Erhöhung der Sparrate (Dynamik),
den Zinssatz, die Laufzeit (Ansparzeit) oder
das resultierende Endkapital inkl. Zinsen.
Das Intervall der Sparraten kann zwischen monatlich, vierteljährlich,
halbjährlich und jährlich gewählt werden.
Ebenso kann mit der Zinsperiode die Häufigkeit der Zinsgutschrift eingestellt werden.
Die Einzahlung der regelmäßigen Sparrate erfolgt wahlweise
vorschüssig oder nachschüssig,
die Zinsgutschrift immer zum Ende des jeweiligen Zeitabschnitts.
Die Erhöhung der Sparrate (Dynamik) erfolgt immer zum Jahresende.
Der Sparrechner rechnet wahlweise mit oder ohne Zinseszins.
Unterjährig bzw. innerhalb einer Zinsperiode wird eine einfache, lineare Verzinsung zugrunde gelegt,
wie dies beispielsweise bei Tagesgeld, Festgeld oder dem Sparbuch üblich ist.
Im Falle einer Laufzeit mit nicht ganzzahligen Zinsperioden wird
mit gemischter Verzinsung gerechnet. Dies bedeutet, dass für
eine ggf. angebrochene Zinsperiode mit anteiliger einfacher Verzinsung gerechnet wird.
Die Laufzeit setzt sich aus der Ansparzeit und einer optionalen Festlegungsfrist zusammen.
Die Einzahlung der Sparraten erfolgt dabei nur während der Ansparzeit.
Darüber hinaus kann ein Steuersatz sowie ein jährlicher Steuerfreibetrag
in die Berechnung einbezogen werden. Der Steuersatz mindert sämtliche über den
Steuerfreibetrag hinausgehenden Zinserträge, so dass die Kapitalertragssteuer bzw.
die Abgeltungssteuer berücksichtigt werden können.
Anhand der Ausgabetabelle stellt der Sparrechner
wahlweise auf Jahres- oder Monatsbasis den
Verlauf der Guthabenentwicklung dar.
Für jedes Jahr bzw. jeden Monat wird das angelegte Kapital zu Beginn,
die Einzahlungen der Sparrate, die Zinsgutschrift, ggf. den Steuerabzug
und das Gesamtkapital zum jeweiligen Ende des Zeitraums genannt.
Häufige Fragen zum Sparrechner
Was leistet der Sparrechner und welche Anwendungsfälle deckt er ab?
Der Sparrechner ist das zentrale Hilfsmittel zur Berechnung von klassischen Sparplänen und Vermögensaufbau-Modellen. Er berechnet, wie sich regelmäßige Einzahlungen (z.B. monatliche Sparraten) zusammen mit einem optionalen Startkapital über die Jahre entwickeln. Der Rechner eignet sich ideal zur Planung von Banksparplänen, Prämien- und Bausparverträgen sowie zur langfristigen Altersvorsorge. Bei Anlagen in ETF- oder Fondssparplänen empfehlen wir den speziellen Fondsrechner.
Welche Variablen lassen sich über die Zielwertsuche (Rückwärtsrechnung) berechnen?
Jede der sechs mathematischen Hauptgrößen kann flexibel als gesuchter Zielwert gewählt werden:
Endkapital: Wie viel Vermögen ist am Ende der Ansparzeit inklusive aller Zinsen vorhanden?
Anfangskapital: Welcher einmalige Startbetrag ist zu Beginn erforderlich, um ein Wunschendkapital zu erreichen?
Sparrate: Wie viel Geld muss regelmäßig (z.B. monatlich) eingezahlt werden, um ein Sparziel zu realisieren?
Dynamik: Um wie viel Prozent müsste die Sparrate jährlich steigen, um bei gegebener Startrate das angestrebte Zielkapital zu erreichen?
Zinssatz: Welche jährliche Verzinsung (p.a.) ist notwendig, damit der Sparplan aufgeht?
Ansparzeit: Wie viele Jahre oder Monate dauert es, bis das angestrebte Zielvermögen erreicht ist?
Was unterscheidet vorschüssige von nachschüssigen Sparraten?
Der Ausführungszeitpunkt der regelmäßigen Sparrate bestimmt, ab wann das eingezahlte Geld Zinsen abwirft:
Vorschüssig: Die Sparrate wird zu Beginn der Periode (z.B. am 1. des Monats) eingezahlt. Sie bringt für den gesamten laufenden Monat bereits Zinsen ein.
Nachschüssig: Die Einzahlung erfolgt am Ende der Periode (z.B. am letzten Tag des Monats). Zinsen werden erst ab der folgenden Periode berechnet.
Da vorschüssige Raten dem Zinseszins-Effekt früher ausgesetzt sind, führen sie bei gleicher Sparrate zu einem höheren Endkapital.
Wie funktioniert die Dynamik bei der Sparrate (Sparratendynamik)?
Eine Dynamik bezeichnet eine prozentuale Erhöhung der regelmäßigen Sparrate (z.B. um 3 %), um Gehaltserhöhungen abzubilden oder die schleichende Entwertung des Ersparten durch die Inflation auszugleichen. Der Rechner bietet dabei flexible Rhythmen: Die Ratenerhöhung kann nicht nur klassisch jährlich erfolgen, sondern alternativ auch in größeren Abständen alle 2, 3, 4 oder 5 Jahre.
Wie wirken sich unterjährige Sparintervalle und Zinsgutschriften aus?
Sie können sowohl das Zahlungsintervall der Sparrate (Sparintervall) (monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich) als auch das Intervall der Zinsgutschrift (Zinsperiode) individuell festlegen. Erfolgt die Zinsgutschrift unterjährig (z.B. monatlich oder vierteljährlich statt nur jährlich zum 31.12.), werden gutgeschriebene Zinsen noch im selben Jahr erneut mitverzinst, was den Zinseszins-Effekt weiter verstärkt.
Bezieht sich der eingetragene Zinssatz immer auf ein ganzes Jahr (p.a.) oder die Zinsperiode?
Ja, der angegebene Zinssatz ist mathematisch immer ein Jahreszinssatz (p.a. – per annum). Welche Zinsperiode Sie im Rechner auch auswählen (z.B. vierteljährlich oder monatlich): Der Zinssatz gilt grundsätzlich für den Zeitraum eines vollen Jahres. Eine vierteljährliche Zinsperiode bedeutet somit nicht, dass Sie alle drei Monate den vollen Jahreszinssatz erhalten, sondern dass Ihnen alle drei Monate jeweils der entsprechende Bruchteil des Jahreszinses (z.B. ein Viertel) gutgeschrieben wird. Die gewählte Zinsperiode bestimmt also ausschließlich die Häufigkeit der Auszahlung bzw. Gutschrift, was bei Zinsansammlung den Zinseszins-Effekt verstärkt.
Wie werden Abgeltungsteuer und Sparer-Pauschbetrag berücksichtigt?
Über die integrierte Steuerberechnung zieht der Rechner die Abgeltungsteuer (25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) direkt bei der Zinsgutschrift ab. Ein hinterlegter Sparer-Pauschbetrag (Freibetrag) wird für jedes Kalenderjahr angerechnet, sodass Zinserträge bis zur Freibetragsgrenze steuerfrei verbleiben. Nur der darüber liegende Zinsertrag wird versteuert, wodurch der Realwert des Zinseszins-Effekts exakt abgebildet wird.
Kann die Ansparzeit auch in Monaten angegeben werden?
Ja, die Laufzeit ist absolut flexibel. Sie kann wahlweise in vollen Jahren oder in Monaten angegeben werden, wobei auch Jahresbruchteile durch Kommazahlen angegeben werden können. Der Rechner ermittelt den Zinsanspruch für gebrochene Jahre mathematisch präzise als unterjährig lineare Verzinsung.
Wie funktioniert die Festlegungsfrist nach der Ansparzeit?
Die Festlegungsfrist schließt sich direkt an die Ansparzeit an und lässt sich ebenfalls flexibel in Jahren oder Monaten angeben. Während dieser Zeit werden keine weiteren Sparraten mehr eingezahlt. Das bis dahin angesparte Vermögen bleibt jedoch fest angelegt und verzinst sich inklusive aller bisherigen Zinserträge über die gesamte Festlegungsfrist weiter, was das finale Endkapital durch den zusätzlichen Zinseszins-Effekt nochmals erhöht.
Wie unterscheidet sich der Sparrechner vom Zinsrechner und vom Sparbuch-Rechner?
Die Rechner decken unterschiedliche Sparformen ab:
Sparrechner: Optimiert für regelmäßige, systematische Sparraten bei gleichbleibendem Zinssatz.
Zinsrechner: Konzentriert sich primär auf Einmalanlagen (ohne regelmäßige Sparraten) und bietet tiefere Optionen für unterschiedliche Zinsmethoden (z.B. lineare vs. exponentielle unterjährige Verzinsung).
Sparbuch-Rechner: Für historische Kontoverläufe mit unregelmäßigen Ein- und Auszahlungen sowie variablen, sich ändernden Zinssätzen über die Zeit.
Welche detaillierten Auswertungstabellen stellt der Sparrechner bereit?
Neben den Gesamtergebnissen (Summe aller Raten, Gesamtzinsen, Steuerabzüge und Endkapital) gibt der Rechner eine übersichtliche Tabelle zur Guthabenentwicklung (Ansparplan) aus. Diese schlüsselt Anfangsbestand, eigene Einzahlungen, erwirtschaftete Zinsen, gezahlte Steuern sowie den Kapitalstand am Periodenende transparent auf. Die Ansicht lässt sich dabei flexibel anpassen: wahlweise zusammengefasst als Jahressummen oder detailliert aufgeschlüsselt monatsgenau.
Sind die Zinsen im Ergebnis nicht zu niedrig oder liegt hier ein Denkfehler vor?
Wer das Ergebnis überschlägig im Kopf nachrechnet, wundert sich oft über vermeintlich zu niedrige Zinserträge. Hier liegt meist ein klassischer Denkfehler vor: Multipliziert man die Jahressparsumme (z.B. 12 × 100 Euro = 1.200 Euro) einfach stur mit dem Zinssatz (z.B. 5 %), geht man fälschlicherweise davon aus, dass der gesamte Betrag bereits ab dem 1. Januar auf dem Konto lag.
Tatsächlich fließen monatliche Sparraten erst nach und nach über das Jahr verteilt ein. Die erste Rate wird fast ein volles Jahr verzinst, die zweite einen Monat weniger und die letzte Rate nur einen einzigen Monat (bzw. nachschüssig gar nicht mehr im laufenden Jahr). Im Jahresdurchschnitt ist das eingezahlte Kapital im ersten Ansparjahr somit nur etwa ein halbes Jahr lang effektiv verzinst. Der Rechner berücksichtigt diese zeitanteilige unterjährige Verzinsung mathematisch exakt auf Monatsbasis.
TIPP
Möchten Sie einen Bonussparplan berechnen, verwenden Sie den Rechner zum Bonussparen.