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Alles automatisch per Robo-Advisor?

Fazit nach 6 Monaten: Für wen lohnt sich ein Robo-Advisor?

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Fondsrechner zum Fondssparen

Fondsrechner zum Fondssparen

Der Fondsrechner ist speziell für Geldanlagen in Fonds konzipiert, um durch regelmäßiges Fondssparen kontinuierlich ein Vermögen aufzubauen. Der Rechner unterstellt ein unterjährig exponentielles Kapitalwachstum.

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Renditerechner für universelle Renditeberechnung

Renditerechner für universelle Renditeberechnung

Der Renditerechner ermittelt die Rendite als Effektivverzinsung sowie den Kapitalwert einer Investition bei mehreren Einzahlungen und Auszahlungen zu beliebigen Zeitpunkten.

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Vorsorgerechner – Sparen für Ihre private Zusatzrente

Vorsorgerechner – Sparen für Ihre private Zusatzrente

Der Vorsorgerechner kombiniert einen Sparplan mit einem Entnahmeplan und berechnet wahlweise Sparrate, Ansparzeit, Rente, Rentendauer, Anspar- oder Entnahmedynamik, Anfangs- oder Restkapital.

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Sparrechner für regelmäßige Sparraten

Sparrechner für regelmäßige Sparraten

Der Sparrechner ermittelt für Banksparpläne wahlweise Endkapital, Sparrate, Dynamik, Zinssatz, Laufzeit oder Anfangskapital bei wählbaren Intervallen für Einzahlung und Zinsgutschrift. Der Rechner legt eine unterjährig lineare Verzinsung zu Grunde.

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Nach fast sechs Monaten Praxistest, tiefen Einblicken in die zeitgewichtete Rendite (TWR), versteckten Reibungsverlusten und der echten Projektrendite (IRR) inklusive Prämieneffekt liegt nun alles auf dem Tisch. Zeit für das große Finale unserer Artikelserie: Welches Konzept gewinnt das Duell zwischen dem Robo-Advisor und dem Do-It-Yourself-Sparplan?

Wer unsere Analyse bis hierhin verfolgt hat, könnte meinen, der Robo-Advisor sei durchgefallen. Schließlich hat der Algorithmus den einfachen MSCI World in der reinen Strategie-Rendite leicht verfehlt, und die Kombination aus 11 ETFs, Spreads, Servicegebühren und unvorteilhaften Steuer-Events hat bei unserer 600-Euro-Investition einen theoretischen Reibungsverlust von etwa 12 Euro erzeugt. Gerettet wurde das Kontostand-Ergebnis am Ende jedoch durch die 12,50 Euro Neukundenprämie ab dem 2. Monat, was die Anlage im Betrachtungszeitraum sehr vorteilhaft gemacht hat.

Doch wer aus diesen Zahlen ableitet, dass ein Robo-Advisor ein schlechtes Produkt sei, zieht den falschen Schluss. Um ein faires Endurteil zu fällen, müssen wir die nackte Mathematik um zwei entscheidende Faktoren ergänzen: die psychologische Realität von Privatanlegern und den Blick auf klassische Bankprodukte.

Robo-Advisor vs. Banksparplan: Ein gigantisches Upgrade

Wenn wir die Effizienz des Robo-Advisors kritisieren, dann tun wir das auf dem allerhöchsten Niveau der Finanzmathematik – nämlich im direkten Vergleich mit einem radikal günstigen, selbstverwalteten Depot. Vergleicht man den Robo-Advisor hingegen mit dem, was viele Deutsche noch immer in ihren Aktenordnern liegen haben, wendet sich das Blatt komplett.

Ein klassischer, aktiv gemanagter Aktienfonds von der Hausbank kostet oft zwischen 1,0 % und 2,0 % an jährlichen Verwaltungskosten (TER) und schlägt beim Kauf nicht selten mit bis zu 5 % Ausgabeaufschlag zu Buche. Dagegen ist die Gebührenstruktur unseres Robo-Advisors (0,48 % Servicegebühr + ca. 0,17 % ETF-Kosten) geradezu ein Schnäppchen. Wer sein Geld bisher auf einem unverzinsten Girokonto liegen ließ oder es in teure Bank-Produkte steckte, macht mit dem Wechsel zu einem Robo-Advisor einen gigantischen Schritt in die richtige Richtung. Man investiert evidenzbasiert, weltweit gestreut und zu absolut fairen Konditionen am globalen Kapitalmarkt.

Die Psychologie: Der Wert des "Nichtstuns"

Der größte Feind der Rendite ist nicht die Servicegebühr, sondern der Anleger selbst. Der Do-It-Yourself-Ansatz besticht auf dem Papier durch maximale Kosteneffizienz. Doch er erfordert Disziplin. Wer sein Depot selbst führt, ist ständig der Versuchung ausgesetzt, Markttrends hinterherzulaufen, in heiße Einzelaktien umzuschichten, den Sparplan bei schlechten Nachrichten in Panik zu stoppen oder händisch das falsche Timing zu wählen.

Hier spielt der Robo-Advisor seine größte Stärke aus: Er baut eine gesunde Distanz zwischen dem Anleger und dem Markt auf. Man loggt sich ein, sieht sein Dashboard und überlässt den Maschinenraum (das Rebalancing und die Allokation) dem Algorithmus. Dieser Komfort und der psychologische Schutz vor den eigenen Fehlentscheidungen können auf Sicht von 10 oder 20 Jahren deutlich mehr wert sein als die 0,48 % Gebühr, die man dafür bezahlt.

Ein ehrliches Wort zur Sparrate

Eines hat unser Test mit 100 Euro im Monat deutlich gezeigt: Der Hebeleffekt von Prämien hängt massiv vom Anlagevolumen ab. Bei unserem Setup hat die Prämie die Gebühren und Rendite-Lücken problemlos überkompensiert. Hätten wir hingegen 50.000 Euro investiert, wären die monatlichen 12,50 Euro kaum ins Gewicht gefallen, während die prozentuale Servicegebühr von 0,48 % absolut spürbar zu Buche geschlagen hätte.

Zudem müssen wir realistisch bleiben: 100 Euro monatlich sind ein fantastischer Start. Wer dieses Geld direkt nach der Geburt für ein Kind anlegt, profitiert von einem extrem langen Zinseszinseffekt und kann enorm viel erreichen. Für die eigene Altersvorsorge eines Erwachsenen reicht dieser Betrag allein jedoch selten aus, um die Rentenlücke im Alter zu schließen. Wer ernsthaft Vermögen für den eigenen Ruhestand aufbauen will, muss die Sparrate im Laufe der Zeit der eigenen Einkommensentwicklung anpassen.

Zielgruppen-Check: Selbermachen oder machen lassen?

Nach unseren Praxiserfahrungen lässt sich keine pauschale "One-Size-Fits-All"-Antwort geben. Welcher Weg der richtige ist, hängt vom individuellen Typ ab:

Der Robo-Advisor ist die ideale Wahl für...

Der DIY-Sparplan (MSCI World / All-World) ist die ideale Wahl für...

Rechnen Sie selbst: Finden Sie Ihre persönliche Strategie

Ob Sie nun die bequeme Robo-Advisor-Route wählen oder Ihr Portfolio als Pragmatiker selbst in die Hand nehmen: Am wichtigsten ist, dass Sie überhaupt sparen und eine Strategie finden, mit der Sie sich langfristig wohlfühlen.

Glauben Sie dabei nicht blind irgendwelchen Versprechungen, sondern prüfen Sie die Mathematik dahinter selbst! Spielen Sie Ihre eigenen Szenarien einfach mal unverbindlich durch. Mit unseren Online-Rechnern können Sie die Effekte von Gebühren, Steuern und Sparraten exakt auf Ihre persönliche Lebenssituation zuschneiden:

Wir hoffen, unser 6-monatiger Praxistest hat Ihnen wertvolle Einblicke hinter die Kulissen der automatisierten Vermögensverwaltung gegeben – und hilft Ihnen dabei, die für Sie beste finanzielle Entscheidung zu treffen.


Dieser Artikel ist folgenden thematischen Stichworten zugeordnet:
Geldanlage - Börse - Rendite