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Finanztipps für Familien mit Kindern

Kind und Steuern: Kinderfreibetrag

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Lohn- und Gehaltsrechner

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Wieviel Netto bleibt vom Brutto? Der aktuelle Gehaltsrechner 2019 ermittelt, was von Ihrem Lohn oder Gehalt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben als Nettolohn übrig bleibt.

Gehaltsrechner


ÜBERSICHT

Geld und Kinder – praktisches Finanzwissen für Familien

Was kosten Kinder?

Finanzielle Lage bestimmen – per Haushaltsbuch

Spartipps für Familien mit Kindern

Mutterschaftsgeld

Kindergeld

Elterngeld – seit 2015 Basis-Elterngeld

Elterngeld Plus

Elternzeit

Betreuungsgeld

Arbeitslosengeld (ALG I)

Arbeitslosengeld II (Hartz IV)

Wohngeld

Kinderzuschlag

Bildungspaket – Leistungen für Bildung und Teilhabe

Unterhalt für Kinder alleinerziehender Eltern

Betreuungsunterhalt für alleinerziehende Eltern

Für Kinder ansparen und Spargelder nutzen

Sparen für Kinder

Weiteres Kapital für die Familie mobilisieren – Sachwerte nutzen

Weiteres Kapital für die Familie mobilisieren – Kredite und Darlehen

Kind und Steuern: Kinderfreibetrag

Kind und Steuern: Kinderbetreuungskosten

Kind und Steuern: Ausbildungsfreibetrag

Versichern für Kinder: Krankenversicherung

Versichern für Kinder: Privathaftpflicht

Versichern für Kinder: Risikolebensversicherung

Versichern für Kinder: Private Unfallversicherung

Versichern für Kinder: Berufsunfähigkeitsversicherung

Ab welchem Alter brauchen Kinder eigene Versicherungen?

Kind und Recht: Ab wann können Kinder eigene Geschäfte tätigen?

Kinder und Handys

Kind und Recht: Können Kinder einen Kredit aufnehmen?

Kinder im Straßenverkehr

Ab wann dürfen Kinder und Jugendliche Alkohol trinken?

Wie lange dürfen Kinder und Jugendliche abends ausgehen?

Sicherheit im Internet – so schützen Sie Ihre Kinder

Ferienjobs – ab wann dürfen Kinder eigenes Geld verdienen?

Kinder und Taschengeld

Das erste eigene Konto – Girokonten für Kinder und Jugendliche

So lernen Kinder Sparen

Wie Kinder durch Werbung beeinflusst werden

Gruppenzwang unter Kindern und Jugendlichen

Konflikte mit Kindern

Weniger Stress bei der Kindererziehung – Regeln vereinbaren und Grenzen setzen

Kinder haben Anspruch auf Kita- und Kindergartenplatz

Schulpflicht

Öffentliche Schule vs. Privatschule: Wo lernen Kinder besser?

Was kostet ein Studium?

Kindern ein Studium finanzieren

BAföG: Staatliche Unterstützung für Studenten

Berufsausbildungsbeihilfe – staatliche Unterstützung für Azubis

Führerschein und erstes eigenes Auto

Die erste eigene Wohnung

Über den Kinderfreibetrag wird der finanzielle Mindestbedarf von Kindern für die Eltern steuerfrei gestellt. Der Kinderfreibetrag ist eng mit dem Kindergeld verknüpft.

Wer Kinder hat, erhält neben staatlichen Leistungen auch steuerliche Erleichterungen. So steht Eltern pro Kind und Jahr ein gewisser Kinderfreibetrag zu, der den finanziellen Mindestbedarf von Kindern von der elterlichen Einkommensteuer befreit. Dies soll von steuerlicher Seite her dafür sorgen, dass Eltern für ihre Kinder leichter aufkommen können.


Der Kinderfreibetrag wird regelmäßig an die wirtschaftliche Entwicklung angepasst. Für das Jahr 2018 beträgt er 7.428 Euro pro Kind und Jahr, für 2019 steigt er weiter auf 7.620 Euro.

Der Kinderfreibetrag setzt sich aus zwei Einzelfreibeträgen zusammen: einem Kinderfreibetrag im engeren Sinn und einem Freibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung. Letzterer liegt bereits seit dem Jahr 2010 bei 2.640 Euro. Der Kinderfreibetrag i.e.S. wird dagegen regelmäßig angepasst; er liegt 2018 bei 4.788 Euro und steigt 2019 auf 4.980 Euro. Je nach Quelle kann mit dem Begriff Kinderfreibetrag entweder der Gesamt-Kinderfreibetrag oder aber der Kinderfreibetrag im engeren Sinn gemeint sein, was erklärt, warum unterschiedliche Quellen teils unterschiedliche Beträge nennen.

Eltern, die steuerlich gemeinsam veranlagt sind, steht zusammen ein voller (Gesamt-) Kinderfreibetrag pro Kind und Jahr zur Verfügung. Sind die Eltern getrennt veranlagt, steht jedem Elternteil der halbe Freibetrag zu. Alleinerziehenden Eltern steht der volle Freibetrag alleine zu.

Natürlich haben Eltern neben dem Kinderfreibetrag auch ihren eigenen Grundfreibetrag zur Verfügung, der für sie selbst ein Mindesteinkommen von der Steuer ausnimmt. Bei Arbeitnehmern wird dieser schon beim Lohnsteuerabzug, also monatlich vorab, berücksichtigt. Der Kinderfreibetrag hingegen wird erst mit der Steuererklärung, also rückwirkend nach Jahresablauf, angerechnet, sodass die Eltern gegebenenfalls Steuern zurückerstattet bekommen.

Kinderfreibetrag und Kindergeld

Gegebenenfalls, denn Eltern erhalten vom Staat für ihre Kinder gleichzeitig auch Kindergeld. Das hat die gleiche Aufgabe wie der Kinderfreibetrag, nämlich den finanziellen Mindestbedarf der Kinder steuerfrei zu stellen. Es funktioniert nur anders herum: Während der Kinderfreibetrag erst rückwirkend nach Jahresende angerechnet wird, zahlt der Staat das Kindergeld bereits monatlich im laufenden Jahr. Da beide, Kindergeld und Kinderfreibetrag, die gleiche Funktion erfüllen, bekommen Eltern nur eines von beidem – und zwar immer das, wovon sie unterm Strich mehr haben.

Praktisch funktioniert das so: Bei der Steuererklärung prüft das Finanzamt jeweils, was für die Eltern günstiger ist – die (nachträgliche) Steuerersparnis durch den Kinderfreibetrag, oder das im Allgemeinen bereits erhaltene Kindergeld. Ist das Kindergeld höher als die Steuerersparnis, bleibt es beim Kindergeld, und der Kinderfreibetrag wird nicht mehr angerechnet. Vor allem im niedrigeren Einkommensbereich ist dies eher der Fall. Bringt der Kinderfreibetrag jedoch eine Steuerersparnis, die höher ist als das Kindergeld, wird der Differenzbetrag den Eltern nachträglich zurückerstattet.

Automatische Günstigerprüfung

Der Kinderfreibetrag muss nicht extra beantragt werden. Sobald und solange Kinder da sind, für die ein Kindergeldanspruch besteht, führt das Finanzamt die Günstigerprüfung automatisch durch. Der Anspruch darauf besteht so lange, wie auch der Kindergeldanspruch besteht, also mindestens bis zum 18. Geburtstag, maximal bis zum 25. Geburtstag eines Kindes (z.B. wenn das Kind noch in der Ausbildung ist), im Fall einer Behinderung, aufgrund derer das Kind sich nicht selbst versorgen kann, gegebenenfalls auch unbegrenzt.

Wichtig: Im Gegensatz zum Kinderfreibetrag muss das Kindergeld schriftlich bei der Familienkasse beantragt werden. Es empfiehlt sich, dies zu tun, denn auch wenn das Finanzamt die Günstigerprüfung selbständig durchführt und ggf. Steuern rückerstattet, steht Ihnen das Kindergeld schon im laufenden Jahr monatlich zur Verfügung, während die Steuerrückerstattung erst nach Jahresende gezahlt wird.

Lesen Sie weiter: Kind und Steuern: Kinderbetreuungskosten


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Sparen - Konsum - Soziales - Sonstige